Dehnungsbehandlungen / Stentimplantationen an den Herzkranzgefäßen

Patienten, bei denen die Herzkatheteruntersuchung bedeutsame Verengungen an den Herzkranzgefäßen erbracht hat, können durch einen Dehnung der Verengung, meist verbunden mit der Implantation eines Stents, behandelt werden. Dabei müssen die Verengungen an den Herzkranzgefäßen einen bestimmten Schweregrad aufweisen und auch technisch mit einem Herzkatheter behandelbar sein. Anderenfalls kann das Ergebnis der Herzkatheteruntersuchung auch die Empfehlung zu einer weiteren medikamentösen Behandlung sein oder die Empfehlung zur Durchführung einer Bypass-Operation.

Bei der Dehnungsbehandlung wird über den Zugang zum Gefäßsystem der Behandlungskatheter eingeführt und zu den Herzkranzgefäßen vorgebracht. Dieser Katheter ist ein wenig dicker und stabiler als der Untersuchungskatheter. Über diesen Katheter werden die Instrumente zur Behandlung der Verengung direkt in das betroffene Herzkranzgefäß eingeführt. Meist erfolgt zunächst eine Dehnung des Gefäßes mit einem Ballon.

Um das Ergebnis der Behandlung zu verbessern wird in den meisten Fällen eine Gefäßstütze eingepflanzt, ein so genannter Stent. Zur Verhinderung einer erneuten Verengung sind diese Stents oft mit einem Medikament beschichtet.

Da jeder Patient andere Gegebenheiten mit sich bringt, ist die Dauer des Eingriffs sehr unterschiedlich. Meist dauert er nur 10-15 min, bei schweren Verkalkungen der Gefäße kann er aber auch deutlich mehr als eine Stunde dauern.

Am Ende der Behandlung werden alle Materialen bis auf die Stents entfernt. Die Stents verbleiben zeitlebens im Körper des Patienten und wachsen in die Gefäßwand ein.

Von entscheidender Bedeutung vor den langzeitigen Erfolg der Behandlung ist die regelmäßige Medikamenteneinnahme, die der Arzt nach der Behandlung festlegt. In erster Linie sind hier die blutverdünnenden Medikamente zu nennen, die sich zumindest aus zwei Medikamenten zusammensetzten. (ASS, Plavix/Clopidogrel, Efient, Brilique) Unter bestimmten Umständen die Gabe eines zusätzlichen blutverdünnenden Medikaments notwendig sein.